Richtig Staub wischen: 3 geniale Tipps, aber auch 10 Fehler, mit denen Du Dir Deine Möbel ruinierst

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Von wegen, Staub wischen kann jeder! Auch hierbei können Fehler gemacht werden, die sogar die Möbel auf Dauer beschädigen. Jeder, der richtig Staub wischen möchte, sollte sich vor diesen zehn Fehlern hüten!

Drei geniale Tipps: Staub wischen für Profis

Egal, ob es sich um ein kleines Regal handelt, das natürlich staubfrei erst richtig zur Geltung kommt, oder ob es um die komplette Einrichtung geht, die nicht nur bei Allergikern sauber sein soll: Richtig Staub zu wischen kann eine Kunst sein!

Damit diese leichter wird, kommen hier drei geniale Tipps, mit denen richtig Staub wischen ein Kinderspiel wird:

  1. Mit Weichspüler Staub richtig wegwischen

    Die Überschrift mag ein wenig irreführend sein, doch hier kommt der beste Tipp für alle Putzmuffel: Man nehme einen Tropfen Weichspüler und gebe ihn auf das Microfasertuch. Damit können die Möbel nicht nur sehr leicht abgewischt werden, sondern der Weichspüler sorgt für eine dünne Schicht auf den Möbeln, die verhindert, dass neuer Staub angezogen wird. Weichspüler ist für seine antistatischen Eigenschaften bekannt und stößt den Staub damit sogar ab.

  2. Keine Verrenkungen mehr

    Wir alle kennen jemanden, der oder die mit einem Stuhl oder einer Leiter bewaffnet durch die Wohnung flitzt und überall versucht, richtig Staub zu wischen. Doch immer gibt es Hindernisse! Spinnweben und Staub lassen sich von hohen Zimmerdecken gut entfernen, wenn ein Besenstiel mit einem Kopfkissenbezug umwickelt wird.Auch gut:

    Einen Hosenbügel mit einem feuchten Lappen umwickeln und als Hilfsmittel zum Staubwischen in der Heizung verwenden. Loser Staub wird gut entfernt, wenn hinter dem betreffenden Möbelstück oder Heizkörper ein feuchtes Tuch gehalten wird. Von vorn kommt der Fön zum Einsatz und pustet den Staub durch die Rillen und Ritzen. Der Staub bleibt am Tuch hängen.

  3. Microfasertuch nehmen

    Viele meinen, mit einem feuchten Tuch würde es sich leichter wischen, dabei wird der feuchte Staub nur verschmiert. Besser ist es, ein Microfasertuch zu nehmen. Es zieht die Staubpartikel an und schließt sie ein. Im Gegensatz zu einem normalen Stofftuch, denn dieses wirbelt den Staub eher auf. Wer es mit einem normalen Tuch richtig sauber haben möchte, muss meist noch einmal feucht nachwischen.

Nach den guten Tipps kommen wir zu den häufigen Fehlern, die zeigen, dass richtig Staub wischen gar nicht so einfach ist, wie es scheint.  ( Foto: Shutterstock-Prostock-studio )

Nach den guten Tipps kommen wir zu den häufigen Fehlern, die zeigen, dass richtig Staub wischen gar nicht so einfach ist, wie es scheint. ( Foto: Shutterstock-Prostock-studio )

10 häufige Fehler, die Deine Möbel sofort ruinieren

Nach den guten Tipps kommen wir zu den häufigen Fehlern, die zeigen, dass richtig Staub wischen gar nicht so einfach ist, wie es scheint. Übrigens sind viele Tipps zum Staub wischen und weiteren Putzarbeiten schon seit Generationen bekannt und scheinen doch immer wieder neu aufgelegt zu werden.

  1. Feucht Staub wischen

    Dies ist ein Problem bei Echtholzmöbeln: Wer hier feucht Staub wischen möchte, riskiert, dass die Feuchtigkeit in das Holz eindringt. Dieses quillt auf und trocknet wieder. Das Arbeiten des Holzes geht allerdings nicht spurlos an den Möbeln vorbei, sondern es schädigt diese auf Dauer.Die Oberfläche wird rasch trocken und fleckig aussehen, teilweise zeigen sich sogar Risse. Experten raten dazu, dass höchstens nebelfeucht gewischt wird, bestenfalls sollten die Oberflächen danach wieder richtig trocken gewischt werden.

  2. Mit Druck wischen

    Manch einer sieht das „Staub Wischen“ eher als eine Art Sport an und wischt den Staub mit ordentlich Druck weg. Das ist völlig falsch, denn kleinste Sandpartikel hinterlassen rasch böse Kratzer auf den Oberflächen, vor allem, wenn diese lackiert sind. Gerade im Sommer, wenn Trockenzeiten länger andauern und häufig bei Durchzug gelüftet wird, legen sich feine Sandkörnchen auf allen Möbeln ab. Diese müssen vorsichtig entfernt werden.

  3. Echtholzmöbel mit Seife reinigen

    Putzexperten raten dazu, einen Spritzer Neutralreiniger zu verwenden, wenn es um das Reinigen der Oberflächen von Echtholzmöbeln geht. Auf keinen Fall echte Seife nehmen, auch wenn viele Ältere auf eine Lauge aus Kernseife schwören.

    Die kann aber doch nicht jedes Problem lösen oder ist immer richtig, sondern bildet zusammen mit der wachs- und ölhaltigen Oberfläche echter Holzmöbel eine Art Schmierfilm. Der geht nur sehr schwer zu entfernen und hinterlässt im schlimmsten Fall einen dauerhaft schmierigen Film.

    Putzexperten raten dazu, einen Spritzer Neutralreiniger zu verwenden, wenn es um das Reinigen der Oberflächen von Echtholzmöbeln geht. ( Foto: Shutterstock-_ Svitlana Hulko)

    Putzexperten raten dazu, einen Spritzer Neutralreiniger zu verwenden, wenn es um das Reinigen der Oberflächen von Echtholzmöbeln geht. ( Foto: Shutterstock-_ Svitlana Hulko)

  4. Tuch beim Staub wischen zerknüllen

    Wer sich einer Wohnung voller Staub gegenübersieht, greift häufig genug zum erstbesten Tuch. Dieses wird zusammengeknüllt verwendet und ist binnen kürzester Zeit an jeder Stelle mit Staubflusen versehen. Nun wird der Staub entweder richtig verteilt und findet sich erneut überall wieder oder es heißt bei jedem erneuten Wischen: Erst zum Fenster gehen, Tuch ausschütteln, dann weitermachen.

    Letzteres ist zeitraubend, Ersteres wenig zielführend. Besser ist es, das Staubtuch auf Handgröße zu falten, sodass insgesamt acht saubere Seiten entstehen. Nun kann immer die nächste Seite verwendet werden, wenn eine schmutzig ist. Sind alle in Gebrauch gewesen, muss das Tuch ausgeschüttelt werden.Tipp: Bei einem Microfasertuch bleibt der Staub auch an den jeweils benutzten Seiten richtig haften!

  5. Saharastaub missachten (Video)

    Dieser Tipp mag wenig verständlich sein, doch wer im Sommer schon einmal gelüftet hat, als der Saharastaub durchs Land zog, wird es verstehen. Steht der Wind günstig, sind auch hierzulande überall feine Schichten aus rotem Sand zu finden, wenn die Saharastürme im Sommer wüten. Der Sand legt sich auf die Möbel, wenn zu dieser Zeit gelüftet wird, denn freilich macht er nicht vor dem Fenster halt.

    Wer diesen nun auf den Möbeln zu liegen hat, sollte unbedingt zuerst zu einem Staubwedel greifen oder die Oberflächen mit einem Staubsauger mit einer sehr feinen Bürste absaugen. Erst danach zum Tuch greifen und richtig Staub wischen! So werden unschöne Kratzer auf den Oberflächen verhindert. Denn: der Saharastaub ist feiner Sand und Sand kratzt!

    Video: Frag Mutti – Staub wischen

  6. Staubwedel mit Echthaaren benutzen

    Zugegeben, die Werbung suggeriert, dass es sich hierbei um etwas sehr Angenehmes und Hochwertiges handelt: Gemeint ist der Staubwedel aus Echthaaren. Doch die sind keinesfalls besser als solche mit Kunstfasern, sondern eher im Gegenteil. Sie bewirken, dass der Staub auf dem Möbelstück liegen bleibt. Staubwedel mit Nylonfasern aber laden sich durch die Reibung beim Staub wischen elektrostatisch auf.

    Der Staub wird dadurch angezogen und praktisch vom Möbelstück weggezogen. Dafür bleibt er am Wedel hängen.Sollen Elektrogeräte gereinigt werden, ist es besser, auf einen Staubwedel mit Federn zurückzugreifen, da diese Geräte selbst elektrostatisch aufgeladen sind. Außerdem hilft es, nach dem Staub wischen ein Anti-Statik-Spray zu verwenden, welches die erneute Anlagerung von Staub verhindern kann.

  7. Zu oft Staub wischen

    Alles soll richtig sauber sein, das ist verständlich. Doch auch mit dem Staub wischen kann man übertreiben! Es reicht, einmal in der Woche Staub zu wischen, denn so lange braucht der Staub ohnehin, um sichtbar zu werden. Wer häufiger putzt, riskiert nur, häufiger Schäden an den Möbeln anzurichten.

  8. Staub wischen mit Feuchttüchern ( Video)

    Es gibt Menschen, die schwören auf Feuchttücher. Diese Tücher werden in allen Situationen angewendet und neuerdings sogar, um richtig sauber zu machen. Im Grunde keine schlechte Idee, doch in Wahrheit gar nicht gut: Feuchttücher sind nicht mit Wasser befeuchtet, sondern mit einer Öl-Wasser-Mischung.

    Da sie eigentlich zum Reinigen von Händen, Babypopos und überhaupt Haut gedacht sind, soll die Hautbarriere aufrechterhalten werden.Das enthaltene Öl in den Feuchttüchern wirkt rückfettend, was für die Haut gut, für die Möbel aber schlecht ist. Diese bekommen einen öligen Film „aufgeputzt“, der sich nur mit einer leichten Lauge wieder abwaschen lässt. Dass das nicht gut für das Holz oder für eine Lackierung sein kann, ist selbsterklärend.

    Video: LIFE & HAUSHALTS HACKS – Nie Mehr Staub | 5 Tipps & Tricks | Leichter Leben | Kinderzimmer Aufräumen

  9. Ein Tuch für alles

    Das Staubtuch wird zum Tisch abwischen ebenso genommen wie zur kurzen Reinigung des Fußbodens? Nicht gut, denn es nimmt kleine, aber sehr harte Partikel auf. Diese wiederum sorgen für unschöne Kratzer auf den Möbeln, wenn das Tuch nicht nach der Benutzung gewaschen wird. Und selbst dann können sich kleine Partikel in den Fasern des Staubtuchs verhaken und beim späteren Staub wischen für Kratzer sorgen. Wer richtig Staub wischen will, nutzt ein separates Tuch.

  10. Polstermöbel abwischen

    Es ist weit verbreitet: Polstermöbel werden feucht abgewischt, damit die Farben wieder schön strahlen. Machen sie auch, aber nur, wenn der grobe Staub vorher richtig entfernt wurde. Das geht am besten mit dem Staubsauger. Erst danach sollte das feuchte Tuch zum Einsatz kommen und kleine Flecken entfernen. Wird hingegen der Staub auf den Polstermöbeln angefeuchtet, schmiert dieser bzw. wird er nur gründlich verteilt.

Es gibt nichts, was nicht vor Gericht landet und so befassen sich die Gerichte auch mit Streitigkeiten, bei denen es sich um das Staub wischen und um Putzarbeiten dreht.  ( Foto: Shutterstock-_Dan Race)

Es gibt nichts, was nicht vor Gericht landet und so befassen sich die Gerichte auch mit Streitigkeiten, bei denen es sich um das Staub wischen und um Putzarbeiten dreht. ( Foto: Shutterstock-_Dan Race)

Sogar die Gerichte befassen sich mit dem Staub wischen

Es gibt nichts, was nicht vor Gericht landet und so befassen sich die Gerichte auch mit Streitigkeiten, bei denen es sich um das Staub wischen und um Putzarbeiten dreht. Im Folgenden sind zwei Urteile ausgewählt worden, die sich mit dem regelmäßigen Staub wischen und dem Reinigen im Altenheim befassen.

Urteil zum regelmäßigen Staub wischen

Das Landesarbeitsgericht in Mainz hat mit seinem Urteil zum regelmäßigen Staubwischen (Aktenzeichen: 9 Sa 427/08) entschieden, dass Mitarbeiter eines Unternehmens nicht selbst zum Putztuch greifen müssen, sondern einen Anspruch auf die regelmäßige Reinigung ihres Arbeitsplatzes haben.

Hintergrund des Verfahrens war, dass eine Firme ihren Angestellten das Leeren der Mülleimer, Staub wischen und Staub saugen auferlegen wollten. Aus Kostengründen, wie es hieß. Das Gericht sah das anders und befand, dass der Arbeitgeber seinen Schutzpflichten nicht ausreichend nachkomme, wenn er auf die Reinigung der Büros verzichten würde.

Nur noch die Toiletten sollten gereinigt werden. Doch das verstoße gegen die öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutzvorschriften, die angemessene Hygienebedingungen vorsähen. Maßgeblich sei dabei auch die Eingruppierung und Stellung der betreffenden Beschäftigten, die nicht ohne Weiteres zum Putzdienst abkommandiert werden dürften.

Urteil im Eilverfahren gegen das Weisungsrecht

Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein musste sich mit einem Eilantrag wegen zusätzlicher Reinigungsarbeiten befassen (Aktenzeichen: 5 Sa Ga 12/11). Es ging darum, dass der Betreiber eines Altenheims darauf bestand, dass ein Mitarbeiter aus dem Bereich Haustechnik/Hauswirtschaft anfangs nur die Flure saugen, später auch die Wohnungen der Bewohner reinigen sollte.

Dieser reichte einen Eilantrag gegen diese Anweisung ein und bekam in erster Instanz recht. Doch der Beklagte ging in Berufung und das zuerst ergangene Urteil wurde aufgehoben. Die Anweisung zum Putzen sei nicht offensichtlich rechtswidrig. Der Umfang der Reinigungsarbeiten und deren rechtlichen Bestand müsse allerdings in einem Hauptverfahren geklärt werden.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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