Garten als Lernort gestalten:  So machen Online-Weiterbildungen Spaß

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Corona zwingt die Menschen zum Umdenken bzw. die arbeitende Bevölkerung ins Homeoffice. Auch Fort- und Weiterbildungen müssen von zu Haus aus stattfinden. So verlegen Angestellte den Arbeitsplatz ins Grüne.

Arbeitsplatz im Grünen: Terrasse und Garten für Weiterbildungen gestalten

Wie herrlich: Draußen weht ein laues Lüftchen, die Vögel zwitschern und die Grillen zirpen. Im Sommer mag kaum jemand an seinem Arbeitsplatz im Büro sitzen und dort arbeiten oder an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. Gerade in Pandemie-Zeiten bietet es sich an, im Grünen zu bleiben, denn dort ist die Ansteckungsgefahr geringer.

Allerdings nicht selten auch die Arbeitslust, was bei Weiterbildungen und im Job eher ungünstig sein dürfte. Es gilt daher, die Waage zwischen Wohlgefühl und Motivation zu halten! Dabei kommt es darauf an, den Arbeitsplatz im Grünen so zu gestalten, dass mögliche Ablenkungen minimiert werden.

Den Garten so schön zu gestalten, dass Arbeiten richtig Freude macht. ( Foto: Shutterstock- Halfpoint )

Den Garten so schön zu gestalten, dass Arbeiten richtig Freude macht. ( Foto: Shutterstock- Halfpoint )

Tipps für das perfekte Gartenhaus mit Büro

Wer im Grünen arbeiten möchte, sitzt nicht zwangsläufig auf der Terrasse, denn diese bietet meist keinen Schutz vor der Witterung und vor niedrigen Temperaturen. Soll nun die Weiterbildung, die zum Beispiel über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein besonders günstig ist, endlich durchgeführt werden, kommt es auf einen Arbeitsplatz im Grünen an, an dem sich der Teilnehmer auch konzentrieren kann.

Es reicht nicht, das Büro nach draußen zu verlegen, indem einfach der Laptop geschnappt wird und ein Stuhl auf der Terrasse bereitsteht. Weitaus besser geeignet für das konzentrierte Arbeiten ist ein Gartenhaus.

Idealerweise erfüllt es folgende Bedingungen:

  • ganzjährig nutzbar (also auch beheizbar)
  • Strom- und Wasseranschluss vorhanden
  • WLAN-Empfang
  • ausreichend Platz für Büromöbel
  • kleine Kochecke vorhanden

Die kleine Kochecke hat den Hintergrund, dass nicht zu jedem Kaffeekochen der Arbeitsplatz verlassen und ins Haus gegangen werden muss. Dies kostet Zeit und ist gerade bei Weiterbildungen in Blockform oft nicht möglich. Außerdem: Wer konzentriert lernen möchte, sollte versuchen, die potenziellen Ablenkungen so gering wie möglich zu halten. Dies wiederum ist nur umsetzbar, wenn alles Notwendige direkt vor Ort ist. Kaffee oder Tee kochen, ein paar Kekse und Obst in greifbarer Nähe haben – schon kann die Weiterbildung starten.

Im Garten liegen und arbeiten schöner geht es kaum. (Foto: Shutterstock-_Alina Rosanova )

Im Garten liegen und arbeiten schöner geht es kaum. (Foto: Shutterstock-_Alina Rosanova )

Der passende Standort für das Gartenhaus mit Büro

Natürlich kann ein separates Haus zum Arbeiten theoretisch überall im Grünen stehen. Doch es gibt rechtliche Regelungen, die beim Aufstellen des Gartenhauses beachtet werden müssen. Dazu zählt zum Beispiel, dass ein Aufbau direkt an der Grundstücksgrenze untersagt ist. Mindestens drei Meter müssen als Grenzabstand eingehalten werden, so sehen es die Bauordnungen der Bundesländer vor.

Ist dies nicht möglich, der Nachbar stimmt aber schriftlich der Bebauung zu, kann unter Umständen eine Ausnahme beantragt werden. Wichtiger Tipp: Ob eine Baugenehmigung eingeholt werden muss oder nicht, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Bitte vor dem Aufstellen des Gartenhauses informieren!

Die Ausrichtung der Fenster sollte nach Osten und/oder Westen erfolgen, da hier nicht die volle Sonneneinstrahlung im Sommer wirken kann. Eine Ausrichtung allein nach Norden würde wiederum zu wenig Licht in den Raum lassen. Zu den wichtigen Tipps gehört es auch, dass eine überdachte Terrasse vor dem Gartenhaus keine gute Idee ist. Das Finanzamt würde hier eine private Nutzung unterstellen und das Gartenhaus könnte steuerlich nicht mehr als Büro geltend gemacht werden. Auch für das Häuschen selbst gilt, dass eine maximale Privatnutzung von 10 Prozent zulässig ist.

Entspannt Lernen im eigenen Garten ( Foto: Shutterstock- Alexander Limbach )

Entspannt Lernen im eigenen Garten ( Foto: Shutterstock- Alexander Limbach )

Weitere Tipps für den Arbeitsplatz im Garten

Wer gern draußen im Garten arbeiten möchte und hier auch an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen will, hat vielleicht dennoch nicht immer den nötigen Platz, um ein ganzes Gartenhaus mit eigenem Büro aufzustellen.

Dann lohnt es sich, die Terrasse einmal näher anzuschauen. Welche Möglichkeiten bietet diese? Eventuell sind auch weitere Varianten möglich, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

Arbeiten auf der Terrasse: Wichtige Tipps zum Gestalten

Normalerweise ist eine Terrasse ein Ort der Entspannung. Hier zieht man sich zurück, um ein Buch zu lesen, abends einen guten Wein zu trinken oder sich mit Freunden zur Party zu treffen. Aber auf der Terrasse arbeiten? Auch das ist möglich, verlangt allerdings einige Vorbereitungen. Wer sein Büro nach draußen verlegen möchte, sollte die Terrasse entsprechend gestalten, was nicht nur einen bequemen Sitzplatz mit Tisch beinhaltet.

Die Terrasse ist bestenfalls gepflastert, damit zum Beispiel der Rollwagen mit den nötigen Unterlagen bequem darauf hin und her gefahren werden kann. Sie sollte unbedingt einen Stromanschluss haben, damit nicht immer erst vom Haus ein Kabel verlegt werden muss.

Das WLAN sollte bis hier reichen, ansonsten sollte in die auf der Terrasse vorhandenen Steckdose ein Verstärker eingesteckt werden. Zudem sollte die Terrasse zu beschatten sein, was zum einen ein angenehmes Arbeiten auch bei hohen Temperaturen gewährleistet, zum anderen vor der Blendwirkung der Sonne und des Tageslichts auf dem Bildschirm schützt.

Wenn schon lernen warum nicht im eigenen schön gestalteten Garten ( Foto: Shutterstock-PEPPERSMINT _)

Wenn schon lernen warum nicht im eigenen schön gestalteten Garten ( Foto: Shutterstock-PEPPERSMINT _)

Weitere Tipps: Büro verlegen in Pavillon und Garten

Das Lernen von zu Hause aus will geübt sein, es muss sich eine gewisse Routine einschleichen. Daher wird sich die erste Weiterbildung im eigenen Garten vielleicht noch ein wenig schwieriger gestalten, weil es an der nötigen Konzentration mangelt. Schon bald aber wird der Gartenbesitzer und Weiterbildungsteilnehmer gelernt haben, Störfaktoren beim Lernen auszublenden. Damit dies einfacher gelingt, kann ein Gartenpavillon aufgestellt werden.

Er ist die Alternative zum Gartenhaus und braucht deutlich weniger Platz als dieses. Pavillons gibt es in verschiedener Größe bzw. können sie sogar selbst gebaut werden. Auch hier gilt, dass Bequemlichkeit nicht alles ist, denn beim Lernen muss das Sitzen bestenfalls ergonomisch möglich sein. Gleichzeitig steht dem Wunsch nach ein wenig Heimeligkeit natürlich nichts entgegen und der Pavillon kann durchaus mit weichen Kissen, Pflanzen und einem zweiten Stuhl für den Arbeitskollegen oder ein Familienmitglied ausgestattet werden.

Bietet der Garten keinen Platz, um ein Gartenhaus oder einen Pavillon aufzustellen, so kann es schon ausreichend sein, wenigstens eine Ecke abzutrennen. Mithilfe eines Rankgitters, an dem Kletterpflanzen hinaufwachsen, ist es möglich, sich einen Arbeitsplatz an leicht abgeschiedener Stelle zu errichten.

Diese Variante ist allerdings nicht wetterfest und sollten Weiterbildungstermin und Regenwetter zusammenfallen, braucht es eine spezielle Lösung. Diese kann in Form eines großen Sonnensegels oder eines Sonnenschirms daherkommen. Jede Variante bietet Schutz vor der Sonne und vor der Witterung, allerdings ist dieser Platz im Grünen nicht für das Arbeiten im Winter geeignet.

Eine abgetrennte Ecke im Garten sollte bestenfalls nicht vom Nachbarn einsehbar sein, damit es nicht zu ständigen Ablenkungen kommt. Die Gespräche über den Gartenzaun mögen angenehm sein, sind jedoch wenig produktiv! Wie immer beim Lernen gilt auch hier: Ablenkungen minimieren, Konzentration erhöhen.

Im Gartenhaus kann man sowohl im Winter als auch im Sommer arbeiten. ( Foto:  Shutterstock- Brinja Schmidt  )

Im Gartenhaus kann man sowohl im Winter als auch im Sommer arbeiten. ( Foto: Shutterstock- Brinja Schmidt )

Fazit: Im Grünen lernen geht am besten mit dem Gartenhaus

Wer sich dazu entschieden hat, im Homeoffice zu arbeiten und dort auch an Weiterbildungen teilzunehmen, braucht eine gute Möglichkeit, um sich auch draußen zu platzieren. Dort wiederum muss der Schutz vor der Sonne, vor Wind und Wetter gegeben sein.

Das Gartenhaus ist dabei die optimale Wahl, denn es kann sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt werden. Es bietet zusätzlich eine gewisse Abschirmung vor der Umwelt: Neugierige Nachbarn und die spielenden Kinder im Garten werden praktisch ausgesperrt, sodass die Konzentration beim Lernen gegeben ist.

Wichtig sind vor allem der reibungslos funktionierende Internetanschluss und ein Stromanschluss. Fällt das Internet permanent aus, weil die Funkverbindung mehr schlecht als recht ist, ist dies ebenso frustrierend, wie das ständige Neuverlegen eines Verlängerungskabels, weil draußen kein Stromanschluss vorhanden ist. Ein Gartenhaus verfügt im Idealfall auch über einen Wasseranschluss, um motivierenden Kaffee und gesunden Tee zu kochen.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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