Im Hochbeet gärtnern: Die besten Tipps für Hobby-Gärtner

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Ein Hochbeet hat unschätzbare Vorteile gegenüber einer normalen Beetform. Das Gärtnern ist schonender für den Rücken, das Beet kann sogar als Frühbeet genutzt werden. Und: Es ist ganz einfach selbst zu bauen!

Im Hochbeet gärtnern: Einfach Holz kaufen, Beet bauen und Pflanzen setzen

So einfach kann das Gärtnern sein! Mit einem Hochbeet fällt es auch Gartenanfängern leicht, gute Ergebnisse zu erzielen, außerdem ist der Anbau von Gemüsepflanzen in diesem erhöhten Gartenbeet deutlich rückenschonender. Zudem kann das Beet schon früh im Jahr bepflanzt werden und es ist sogar selbst zu bauen! Der ambitionierte Hobbygärtner braucht dafür nur das nötige Holz und natürlich einen Bauplan.

Was ist eigentlich ein Hochbeet?

Ehe es daran geht, ein Hochbeet bepflanzen zu können, sollten erst einmal die grundlegenden Fakten rund um diese Art des Gärtnerns bekannt sein. Ein Hochbeet ist ein Beet, das sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit erfreut.

Es ist nicht eben auf dem Boden angelegt, sondern erhebt sich darüber hinaus auf eine Höhe zwischen 60 und 100 cm. Der Hobbygärtner ist bei der Wahl der idealen Höhe relativ frei, zu hoch sollte das Beet aber im Sinne einer einfachen Bewirtschaftung nicht sein.

Die Konstruktion aus naturbelassendem Holz sorgt für die nötige Stabilität, außer Holz kann auch Naturstein oder Blech verwendet werden. Der Naturgärtner wird auf Modelle aus Kunststoff sicherlich eher verzichten wollen.

Diese Form des Gärtnerns bietet sich vor allem dort an, wo nur wenig Platz vorhanden ist. Ähnlich wie in der Architektur, wo aus Platzgründen nach oben statt in die Breite gebaut wird, geht es auch im Garten darum, Platz zu sparen. Nach oben ist genug davon vorhanden!

Zwei Fragen sollte sich der Heimwerker noch beantworten:

So einfach kann das Gärtnern sein! ( Foto: Adobe Stock - Patrizia Tilly )

So einfach kann das Gärtnern sein! ( Foto: Adobe Stock – Patrizia Tilly )

Den richtigen Platz auswählen

Das Garten-Hochbeet ist vor allem dazu gedacht, Gartenabfälle sinnvoll zu verwenden. Schichtweise werden hier verschiedene Gartenabfälle in die Konstruktion eingefüllt, wobei ein Kompostierungsprozess entsteht. Damit wiederum wird eine dicke Humusschicht erzeugt, die überdies dank der noch stattfindenden Verrottung viel Wärme abgibt.

Dies wiederum erlaubt es, bereits zeitig im Jahr zu pflanzen, denn der Boden ist durch die zusätzliche Wärme frostfrei und für die meisten Pflanzen angenehm. Damit ein aktiver Nährstoffkreislauf aufrechterhalten wird, sollten keine künstlichen Düngemittel oder gar Pestizide verwendet werden. Die im Beet arbeitenden Mikroorganismen zersetzen die Gartenabfälle bzw. pflanzlichen Bestandteile im Boden und sorgen dafür, dass jederzeit genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen.

Wichtig ist die Wahl des passenden Standorts, der sich auch danach richtet, welche Pflanzen hier gedeihen sollen. Ein Standort in der prallen Sonne ist für Salat ungeeignet, Zucchini, Tomaten und Erdbeeren hingegen lieben die Sonne.

Die Pflege nicht vernachlässigen

Wie auch die Beete im restlichen Garten will das höher angelegte Beet gepflegt werden. Unkraut wächst hier ebenso, auch wenn es nicht von unten drückt, sondern eher durch Vögel und Wind übertragen wird. Das regelmäßige Jäten ist wichtig, damit das Gemüse genügend Platz hat und ausreichend Nährstoffe bekommt. Zur Pflege gehört aber auch, dass fertiger Kompost oder Wurmerde in gewissen Abständen hinzugegeben werden muss.

Der Grund: Durch den Kompostierungsprozess im Beet verringert sich das Volumen, was wieder ausgeglichen werden muss. Das Defizit muss in der Regel einmal im Jahr verringert werden, was sich anbietet, ehe das Beet im Frühjahr neu bepflanzt wird. Nach fünf bis sechs Jahren muss das gesamte Füllmaterial ausgetauscht werden, denn der Nährstoffkreislauf ist begrenzt.

Zu den wichtigsten Infos rund um das Hochbeet gehört auch dieser Tipp: Bei sommerlichen Temperaturen bitte unbedingt an das Bewässern denken! Die Erde trocknet im Garten-Hochbeet deutlich schneller aus und muss daher regelmäßig gewässert werden.

Wie auch die Beete im restlichen Garten will das höher angelegte Beet gepflegt werden. ( Foto: Adobe Stock - epixproductions )

Wie auch die Beete im restlichen Garten will das höher angelegte Beet gepflegt werden. ( Foto: Adobe Stock – epixproductions )

Die Bepflanzung planen

Nicht nur der Aufstellort sowie die Pflege des Beetes müssen geplant werden, sondern auch die Bepflanzung sollte sorgfältig ausgewählt werden. Hintergrund ist, dass vor allem in den ersten zwei Jahren sehr viele Nährstoffe vorhanden sind. Diese sind vor allem für stark zehrende Pflanzen ideal, zu denen Tomaten, Lauch, Kohlrabi und Kohl gehören.

Doch auch anderes Gemüse wie Zucchini oder Obst wie Melonen und Erdbeeren lieben die nährstoffreiche Erde. Im dritten Jahr wird die Hochbeet-Erde immer weniger reich an Stickstoff. Jetzt ist die Zeit für weniger nährstoffliebende Pflanzen gekommen. Der Hobbygärtner setzt jetzt Radieschen, Petersilie, Spinat oder Salat.

Die besten Tipps rund um das Hochbeet

Natürlich können Hobbygärtner ein Hochbeet auch komplett fertig kaufen. Sie setzen es aus Einzelteilen zusammen, eine Montageanleitung liegt in der Regel dem Baumaterial bei. Doch die meisten Hobbygärtner werden nur das Holz kaufen und können so ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das heißt, dass sie eine beliebige Form für das Garten-Hochbeet wählen können, dass sie die Höhe und Tiefe selbst festlegen.

Wichtig ist generell, dass der Standort für das Beet möglichst eben sein sollte und dass besser auf eine Nord-Süd-Ausrichtung als auf eine Ost-West-Ausrichtung gesetzt wird. Damit alles gut erreichbar bleibt, sollten Überbreiten vermieden werden, ansonsten gleicht das Gärtnern schon bald einer Sportstunde.

 Ein Standort in der prallen Sonne ist für Salat ungeeignet, Zucchini, Tomaten und Erdbeeren hingegen lieben die Sonne. ( Foto: Adobe Stock - etfoto )

Ein Standort in der prallen Sonne ist für Salat ungeeignet, Zucchini, Tomaten und Erdbeeren hingegen lieben die Sonne. ( Foto: Adobe Stock – etfoto )

Die besten Tipps zum Bauen von und Gärtnern mit Hochbeeten

  1. Starke Holzbohlen verwenden

    Geeignet sind vor allem Lärche, Douglasie und Eiche, dieses Holz erweist sich als sehr witterungsbeständig. Schrauben sollten aus Edelstahl sein. Wird auf Metall gesetzt, sollte dieses verzinkt sein. Doch Vorsicht: Verzinktes Metall ist ein Wärme- und Kälteleiter und kann dazu beitragen, dass sich der Verrottungsprozess verzögert.

  2. Schutz vor Wühlmäusen einplanen

    Garten-Hochbeete scheinen Wühlmäuse magisch anzuziehen, denn in den langsam verrottenden Gartenabfällen bilden sich herrlich warme Höhlen und obendrauf wächst das Futter für die kleinen Nager. Nun möchte aber kaum ein Hobbygärtner diese Tierchen füttern, daher sollte ein feinmaschiger Hasendraht über der Drainageschicht eingebracht werden. Er muss mindestens 30 cm hoch und umlaufend absolut dicht sein, damit die Wühlmäuse davon abgehalten werden, in das Beet zu krabbeln.

  3. Schnecken vertreiben

    Auch Schnecken sind ein häufiges Problem im Garten und gern tun sich diese an Blattsalaten gütlich. Doch so richtig wählerisch sind Schnecken eigentlich nicht, wenn sie keinen Salat bekommen, fressen sie eben etwas Anderes.

    Hilfreich im Kampf gegen Schnecken haben sich Kamille und Bergbohnenkraut erwiesen, um das Beet herum gepflanzt können diese Pflanzen Schnecken verscheuchen. Auch ein Kupferband soll helfen, wobei sich die Meinungen dazu sehr unterscheiden.

    Während die einen gute Erfolge damit erzielt haben, machen sich die Schnecken bei anderen Gärtnern nichts aus der angeblichen Barriere und kriechen einfach darüber. Ähnlich verhält es sich mit dem häufig angepriesenen Kaffeesatz. Hier gilt nur: Probieren geht über studieren! Tipp: Auch das Absammeln der Schnecken hilft, diese zu reduzieren. Sie sollten dann in einiger Entfernung zum Garten ausgesetzt werden.

    Video: Hochbeet richtig befüllen – schnell und einfach erklärt (Anleitung)

  4. Auf die richtige Schichtung achten
    Damit die Vorteile von Hochbeeten wirklich genutzt werden können, kommt es auf das richtige Schichten an.Die erste Schicht besteht aus Kies und dient der Drainage. Darauf folgt grober Grünschnitt, danach wiederum können feine Gartenabfälle wir Rasenschnitt und Laub gepackt werden. Die nächste Schicht wird durch normale Gartenerde gebildet und dann folgt die Pflanzschicht aus Kompost und Blumenerde. Der Vorteil dieser Schichtung ist, dass die Mikroorganismen eine gute Luftzufuhr bekommen, wodurch der Verrottungsprozess unterstützt wird.
  5. Hochbeet als Frühbeet nutzen
    Nicht nur, dass die Bodentemperatur im Hochbeet deutlich höher ist, kann es auch selbst als Frühbeet genutzt werden. So ist es möglich, schon Ende Februar den ersten Salat zu pflanzen, sofern dieser vorgezogen wurde.Soll das Beet als Frühbeet genutzt werden, sollte es eine Ost-West-Ausrichtung haben, außerdem braucht es einen Deckel aus Plexiglas. Damit wird sichergestellt, dass jederzeit genügend Licht auf den Boden im Beet gelangt. Auch die Verwendung einer Folie ist möglich, diese ist allerdings meist weniger witterungsbeständig.

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