Spartipps für Rentner: Mehr Geld zum Leben

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Wer im Alter ein von finanziellen Sorgen befreites Leben führen möchte, muss rechtzeitig vorsorgen. Hilfreich sind aber auch die folgenden Spartipps, mit denen Rentner am Ende es Monats noch Geld von ihrer Rente übrig haben.

Fünf Spartipps für Rentner: Angebote nutzen, auf Cashback setzen und damit viel Geld sparen

Während früher einmal die gesetzliche Rente völlig ausreichend war, zeigt sich jetzt schon zu Beginn des Rentenalters, dass das Geld zum Leben nicht reicht. Eine private Vorsorge ist wichtig, doch die Angebote zum Sparen sind mit geringen Zinssätzen erhältlich. So richtig lohnt sich das nicht! Also doch lieber Geld in Aktien anlegen? Wer einen guten Berater hat und sagen kann, dass es auf den Euro nicht ankommt, kann auf risikoreiche Anlagemöglichkeiten setzen.

Bei allen anderen gilt, dass gut umsetzbare Spartipps der Schlüssel zum Erfolg sind. Rentner sparen durch das Nutzen von Angeboten im Einkauf, durch Aktionen wie Cashback oder Payback oder setzen auf reduzierte Wohnkosten. Hier sind die besten fünf Spartipps für Rentner.

Spartipp #1: Individuell sparen

Experten empfehlen, dass eine Person, die Mitte 40 ist, bereits rund 150.000 Euro auf der hohen Kante haben sollte. Eine Person kurz vor Erreichen des Rentenalters sollte schon rund 300.000 Euro zur Seite gelegt haben. Das sind scheinbar utopische Zahlen, die nicht jeder realisieren kann. Außerdem berücksichtigen sie nicht, wenn beispielsweise eine Betriebsrente nebenher läuft.

Zu den wichtigsten Spartipps für angehende Rentner zählt daher, sich unbedingt einen Überblick über den zu erwartenden Bedarf zu verschaffen. Dieser hängt auch davon ab, ob eine eigene Immobilie bewohnt oder Miete gezahlt wird und welche Art des Heizens genutzt wird. Wer gerne verreist, sollte die entsprechenden Kosten dafür einplanen, wer Haustiere hält, muss auch diese berücksichtigen.

Im Endeffekt ergibt sich aus allen Berechnungen ein Betrag, der jährlich benötigt wird. Dieser wiederum muss auf eine zu erwartende Lebensdauer hochgerechnet werden. Darauf kann das Sparen ausgerichtet sein.

Zu den wichtigsten Spartipps für angehende Rentner zählt daher, sich unbedingt einen Überblick über den zu erwartenden Bedarf zu verschaffen. Dieser hängt auch davon ab, ob eine eigene Immobilie bewohnt oder Miete gezahlt wird und welche Art des Heizens genutzt wird. ( Foto: Shutterstock-_Jacob Lund )

Zu den wichtigsten Spartipps für angehende Rentner zählt daher, sich unbedingt einen Überblick über den zu erwartenden Bedarf zu verschaffen. Dieser hängt auch davon ab, ob eine eigene Immobilie bewohnt oder Miete gezahlt wird und welche Art des Heizens genutzt wird. ( Foto: Shutterstock-_Jacob Lund )

Spartipp #2: Cashback nutzen

Einer der besten Spartipps für Rentner: Cashback nutzen! Das Prinzip beruht darauf, dass Geld an den Käufer zurückgezahlt wird. Das ist sofort möglich und muss nicht umständlich über das Sammeln von Punkten erfolgen. Unterschieden wird zwischen dem Händler- und dem Hersteller-Cashback, wobei die erstgenannte Form deutlich häufiger ist.

Ein Beispiel ist der Saturn Cashback, bei dem bis zu 1,8 Prozent des Nettowarenwerts bei einem Onlineeinkauf zurückgezahlt werden. Der tatsächliche Betrag erreicht sich ohne Mehrwertsteuer und Versandkosten, diese sind in jedem Fall in voller Höhe zu tragen.

Der Cashback-Betrag wird dann im Kundenaccount angezeigt. Wichtig: Der Kunde muss über eine Partnerseite zu den Angeboten gekommen sein und dort auch alle Cookies akzeptiert haben. Cashback kann nicht mit anderen Aktionen kombiniert werden. Verschiedene Anbieter setzen auf die Einrichtung eines speziellen Cashback-Kontos, andere zahlen das Geld automatisch auf das Girokonto des Sparers aus.

Wichtig: Wer Cashback bei verschiedenen Händlern nutzen möchte, sollte vieles möglichst automatisch ablaufen lassen, sodass zum Beispiel die Auszahlung des Geldes nicht immer separat angefordert werden muss.

Spartipp #3: Wohnkosten reduzieren

Die Miete ist ein Kostenfaktor, der spätestens bei Erreichen des Rentenalters zu einem Problem werden kann. An der Höhe ist nichts zu rütteln, wenn die bisherige Wohnung weiter bewohnt werden soll. Dennoch lassen sich die Ausgaben senken und es muss nicht einmal der Tausch der größeren gegen eine kleinere Immobilie sein.

Vielleicht ist aber auch die Vermietung eines Zimmers eine Möglichkeit? Rentner können davon durchaus profitieren, vor allem, wenn sie üblicherweise allein leben. Eventuell lässt sich jemand finden, der auch in Haus und Garten mithilft und dafür Letzteren nutzen darf.

Wenn ein Umzug infrage kommt und noch eine gewisse Mobilität vorhanden ist, kann der Wechsel von der Stadt auf das Land sinnvoll sein. Die Lebenshaltungskosten sind dort deutlich geringer, zumindest, was die Mieten angeht. Selbst größere Grundstücke können dort günstig gemietet werden, diese wiederum lassen sich vielleicht mit anderen teilen.

Die Miete ist ein Kostenfaktor, der spätestens bei Erreichen des Rentenalters zu einem Problem werden kann. ( Foto: Shutterstock-Studio Romantic )

Die Miete ist ein Kostenfaktor, der spätestens bei Erreichen des Rentenalters zu einem Problem werden kann. ( Foto: Shutterstock-Studio Romantic )

Spartipp #4: Sparen bei der Krankenkasse

Schon bis zum Eintritt ins Rentenalter ist der Punkt der Krankenkassenprämien sehr ärgerlich, denn hiermit wird das Einkommen um eine beträchtliche Summe geschmälert. Auch für Rentner ist die Krankenkasse teuer. Derzeit liegt der Beitrag bei 14,6 Prozent, wobei ein Zusatzbeitrag noch hinzukommen kann. Wer wenigstens 90 Prozent der zweiten Hälfte des Berufslebens in der gesetzlichen Krankenkasse versichert war, muss nur noch die Hälfte selbst zahlen. Die andere Hälfte wird durch die Krankenversicherung der Rentner getragen.

Wer privat versichert ist, muss die Prämien entsprechend des gewählten Tarifs zahlen, teilweise sind auf Antrag Zuschüsse durch die Krankenversicherung der Rentner möglich. Um zusätzlich zu sparen, ist es auch möglich, zu einer günstigeren Krankenkasse zu wechseln.

Video: Wie finde ich die richtige Krankenkasse? – Welt der Wunder

Spartipp #5: Rentner sparen bei Versicherungen

Die wichtigsten Spartipps betreffen meist die Versicherungen! In der Regel sind für Rentner solche Assekuranzen wie die Berufsunfähigkeits- oder die Unfallversicherung unnötig. Auch Versicherungsprodukte, die der reinen Altersvorsorge dienen, sind unnötig oder können gar nicht mehr weitergeführt werden (wie zum Beispiel eine kapitalbildende Lebensversicherung, die mit Eintritt ins Rentenalter ausgezahlt wird bzw. eine monatliche Rentenzahlung bietet).

Gern wird Rentnern eine Ausbildungsversicherung für die Enkelkinder oder auch eine Sterbegeldversicherung zur Absicherung der eigenen Beerdigung aufgeschwatzt, doch beide Versicherungen sind finanziell gesehen ein Reinfall. Die hohen Verwaltungskosten fressen die Rendite einfach auf. Hierbei bringt es mehr, das Geld in Wertpapieren, Fonds oder sogar als Festgeld anzulegen, wenn eine entsprechende Laufzeit gewählt wird.

Überflüssig sind meist auch diese Versicherungen:

  • Insassenversicherung für das Kfz
  • Handyversicherung
  • Geräteversicherung
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung, wenn nur Kleintiere gehalten werden (einschließlich Katze)

Wichtig hingegen ist eine gute Privathaftpflichtversicherung, auch eine Hausratversicherung ist nötig. Des Weiteren muss natürlich die Kfz-Haftpflichtversicherung bestehen bleiben, solange mit dem eigenen Auto gefahren wird. Der Insassenschutz ist hier übrigens bereits enthalten!

Weitere wichtige Spartipps

Allen Spartipps ist gemein, dass es darum geht, am Ende des Monats weniger hohe Ausgaben gehabt zu haben. Doch auch ein aktives Vermehren des Geldes ist sinnvoll! Senioren sparen zum Beispiel auch durch freiwillige Rentenbeiträge, denn mit ihnen lässt sich die Steuerlast senken.

Wichtig zu wissen: Bis zum Jahr 2040 wird der Anteil der steuerfreien Bruttorente bis auf null sinken. Es gilt daher auch für Menschen nach ihrem aktiven Berufsleben, dass sie Belege sammeln sollten, die als Nachweis gegenüber dem Finanzamt dienen und mit denen sich Steuern sparen lassen.

 Allen Spartipps ist gemein, dass es darum geht, am Ende des Monats weniger hohe Ausgaben gehabt zu haben. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Allen Spartipps ist gemein, dass es darum geht, am Ende des Monats weniger hohe Ausgaben gehabt zu haben. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Steuern sparen leicht gemacht

Senioren profitieren davon, dass für sie andere Vorschriften gelten als für andere Steuerpflichtige. Sie haben zum Beispiel deutlich mehr Möglichkeiten, die eigene Steuerlast zu senken, was unter anderem durch diese Ausgaben machbar wird:

  • Gesundheitsaufwendungen durch Fahrten zum Arzt oder ins Krankenhaus
  • Aufwendungen für ärztlich verordnete Kuren
  • Aufwendungen für Behandlungskosten, die nicht von der Krankenkasse getragen werden
  • Aufwendungen für die Krankenversicherung

Zur Anwendung der Spartipps ist aber wichtig zu wissen, dass die Aussagen in den genannten Bereichen höher sein müssen als die sogenannte „zumutbare Eigenbelastung“. Diese Grenze wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, zu denen die Höhe der Einnahmen ebenso gehört wie der Familienstand und die Anzahl der Kinder.

Auch Werbungskosten sind anrechenbar, sie müssen aber in jedem Fall nachgewiesen werden. Dafür bitte unbedingt die Belege aufheben, die in Form eines Kaufvertrags oder eines Kassenbons seitens des Verkäufers ausgegeben werden!

Rabatte für Senioren verwenden

Viele Anbieter von Urlaubsreisen, Freizeitvergnügungen oder Sporteinrichtungen vergeben Rentner-Rabatte. Wer hier sparen möchte, muss lediglich einen Rentnerausweis an der jeweiligen Kasse vorlegen können bzw. anderweitig belegen, dass er oder sie verrentet ist. Derartige Spartipps lassen sich besonders leicht anwenden und sind auch hilfreich, wenn Oma und Opa mit den Enkelkindern ins Schwimmbad oder ins Kino gehen wollen.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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