Paprika einlegen & den Sommer konservieren

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Die Paprika ist eine schmackhafte Schote und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Wer die leckeren Früchte im Garten hat, kann diese ganz simpel haltbar machen und somit den Sommer im Glas konservieren. Paprikas können ganz einfach eingelegt werden und somit das ganze Jahr über den Gaumen erfreuen.

Die Vorbereitung der Früchte

Zur Vorbereitung der leckeren Paprikas sollten die Früchte zunächst sorgfältig gewaschen werden. Anschließend werden die Paprikas in Hälften geschnitten und die Kerne sowie der Strunk entfernt. Es gilt, dass grundsätzlich alles herausgeschnitten werden sollte, was nicht genießbar ist. Dazu zählen nicht nur das Grün und die Kerne, sondern eben auch beschädigte oder angefaulte Stellen. Diese sollten großzügig entfernt werden, dass die eingelegten Paprika später zum vollen Genuss werden und die Flüssigkeit nicht schlecht wird. Je nach Größe können die Paprikas in Hälften bleiben oder noch zerkleinert werden.

Zur Ergänzung können die Paprikas auch mit Knoblauch oder zusammen mit Zwiebeln eingelegt werden. Sowohl der Knoblauch als auch die Zwiebeln sollten von den Schalen befreit und in Ringe bzw. Hälften geschnitten werden. Sind die Paprikas und das weitere Zutaten vorbereitet, gilt es, zu überlegen, ob die Paprikas eingemacht oder lediglich eingelegt werden sollen. Für beide Möglichkeiten haben wir die passenden Rezepte für Sie zusammengestellt.

Lecker eingelegte Paprika, wer mag süß sauer oder eben auch scharf.

Lecker eingelegte Paprika, wer mag süß sauer oder eben auch scharf. (#01)

Paprikas einlegen ohne Einkochen

Paprikas können sowohl eingekocht oder auch lediglich eingelegt werden. Beim Einlegen kommt insbesondere der konservierende Effekt des Essigs zugute, der die Paprikas einige Zeit haltbar macht. Generell sollten die eingelegten Früchte jedoch nicht länger als eine bis zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Für ein Glas der schmackhaften eingelegten Früchte werden folgende Zutaten benötigt:

  • 8 Paprikaschoten (je nach Gusto gelbe und grüne)
  • ¼ l abgekochtes Wasser
  • ¼ l Weinessig
  • 25 g Zucker
  • 1 TL Senfkörner
  • Nach Bedarf 8 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer

Sind die Paprikas bereits wie oben beschrieben vorbereitet, kann es direkt daran gehen, die Früchte weich zu kochen. Dafür werden die geputzten Paprikas in kochendem Salzwasser für rund 4 Minuten blanchiert. Mit einem Schaumlöffel können die Früchte ganz bequem aus dem heißen Wasser genommen werden. Sind die Paprikas weich, gilt es, den Sud herzustellen, in dem die Früchte später eingelegt werden sollen.

Dafür wird das Wasser mit dem Essig und den Knoblauchzehen aufgekocht. Nach und nach die weiteren Gewürze zugeben und abschmecken. Dieser noch warme Sud kann dann über die weichen Paprikas gegossen werden. Es empfiehlt sich, die Paprikas in einem verschließbaren Gefäß aufzubewahren, so können sie besser durchziehen. Das Ganze kann über Nacht stehen gelassen werden und sollte jedoch danach im Kühlschrank aufbewahrt werden. So halten die eingelegten Paprikas besonders lang.

Wer noch Lauchzwiebel im Garten hat oder Petersilie verarbeiten möchte, kann den Sud mit jeglichen Zutaten verfeinern. Nahezu alle Kräuter eignen sich, um die eingelegten Paprikas noch mit einer Extraportion Geschmack zu veredeln.

Einer leckeren Brotzeit steht nichts mehr im Wege, dazu gibts eingemachtes Gemüse.

Einer leckeren Brotzeit steht nichts mehr im Wege, dazu gibts eingemachtes Gemüse. (#02)

Paprikas einlegen und einmachen

Damit die Paprikas noch länger haltbar gemacht werden, empfiehlt es sich, die Früchte nicht nur einzulegen, sondern auch gleich einzukochen. So bleiben die Paprikas bis zu neun Monaten haltbar und erfreuen auch im Winter die Geschmäcker.

Zum Einkochen von Paprikas für fünf bis sechs Einmachgläser (Fassungsvermögen 1 Liter) werden folgende Zutaten benötigt:

  • 4 kg Paprikaschoten
  • 4 l Wasser
  • 2 Tassen Essig
  • 10 Knoblauchzehen
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 5 Lorbeerblätter
  • 6 EL Salz
  • Dill nach Belieben

Um die Früchte einzukochen, sollten nicht nur die Paprikas, sondern auch die Gläser vorbereitet werden. Es gilt, sowohl die passenden Deckel zu den Gläsern zu suchen als auch die Gläser heiß auszubrühen. So werden die Einkochgläser noch einmal sorgfältig gesäubert und alle möglichen Keime und Bakterien entfernt. Außerdem hat das Spülen mit heißem Wasser den Vorteil, dass das Glas bereits auf die kommende Hitze ‚vorbereitet‘ werden kann. Betrachten Sie außerdem noch einmal die Gläser genau – beim Ausbrühen wird schnell klar, ob das Glas vielleicht einen versteckten Sprung hat, der zum Platzen führen könnte.

Wie oben beschrieben gilt es, die Paprikas entsprechend vorzubereiten und von Kernen zu befreien. Danach werden die Paprikas in Stücke geschnitten und bereits in die ausgebrühten Gläser verteilt. Zusätzlich zu den Früchten kommen noch die Pfefferkörner, die Hälfte der halbierten Knoblauchzehen, die Lorbeerblätter und der Dill in die Gläser. Achten Sie darauf, die Zutaten gleichmäßig auf die Gläser zu verteilen.

Für den Sud werden die 6 EL Salz in insgesamt vier Liter Wasser aufgelöst – das geht am besten, wenn das Wasser aufgekocht wird. Geben Sie die andere Hälfte der Knoblauchzehen in das heiße Wasser, so wird der Geschmack intensiviert. Ist das Wasser etwas abgekühlt, kann der Essig in die Flüssigkeit gegeben werden. Dieser Sud kann nun ebenfalls gleichmäßig in die Einkochgläser eingefüllt werden. Die Flüssigkeit sollte nur bis etwa 1 cm unter den Rand des Glases eingefüllt werden. Danach werden die Gläser fest verschlossen, sodass keine Luft mehr in die Gläser gelangen kann.

In einem Einkochtopf oder im Backofen können die Einmachgläser mit den eingelegten Paprikas dann eingekocht werden. Die Einkochzeit beträgt bei 90 Grad Celsius im Einkochtopf etwa 60 Minuten. Im Backofen sollten die Gläser in einem Bräter mit Wasser bei rund 175 Grad für 30 Minuten eingekocht werden. Sobald sich dabei Bläschen im Glas bilden, beginnt die Einkochzeit und die Temperatur muss im Backofen nach unten geregelt werden. Diese Methode macht die eingelegten Paprikas rund neun Monate haltbar.

Antipasti: Paprika in Oel einlegen, damit veränderst man den Geschmack vom Paprka nicht wirklich macht ihn nur haltbarer.

Antipasti: Paprika in Oel einlegen, damit veränderst man den Geschmack vom Paprka nicht wirklich macht ihn nur haltbarer. (#03)

Paprikas in Öl einlegen

Eine dritte Option besteht darin, die Paprikas in Öl einzulegen. Diese geschmacksintensive Möglichkeit harmoniert besonders gut mit Feta auf einem frischen Baguette.

Sie brauchen für ein Glas folgende Zutaten:

  • 8 Paprikaschoten
  • 1 Tasse Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer, Chili

Es gilt wieder, die Paprikas vorzubereiten: Waschen, entkernen und klein schneiden. Damit die Früchte weich werden, sollten sie ebenfalls für rund 4 Minuten in heißem Salzwasser blanchiert werden. Anschließend kann das Öl vorbereitet werden: Dafür den Knoblauch schälen und klein schneiden. Das Öl wird in einem Topf erhitzt, jedoch nicht gekocht, das ist wichtig! Geben Sie das Salz, den Knoblauch, den Pfeffer und den Chili in das warme Öl und schalten Sie die Herdplatte bereits aus. Nach etwa 2 Minuten kann das gewürzt Öl über die Paprikas gegeben werden. Diese Variante ist äußerst schmackhaft und hält sich im Kühlschrank für rund eine Woche.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: kolesnikovserg-#01: zia_shusha-#02:kristina rütten-#03: VRD

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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