Kokosmilch gesund: Ideen für Kochen mit Kokos

Kokosmilch – gesund oder unnötiger Kochtrend? Lange galt die Kokosmilch als schädigend für das Herz. Alles ein großer Irrtum! Aktuell erfreut sie sich in der Küche großer Beliebtheit.

Kokosmilch: Gesund und vielseitig!

Kokosmilch ist bei uns vor allem aus der asiatischen Küche bekannt. Doch wenn man dann mal selbst mit Kokosmilch kochen möchte, stößt man am Supermarktregal auf die unterschiedlichsten Produkte und fühlt sich dann eventuell leicht überfordert. Was ist also der Unterschied zwischen Kokosmilch, Kokoswasser oder Kokossahne?

  • Kokoswasser
    Kokoswasser ist das, was man erhält, wenn man ein Loch in eine Kokosnuss bohrt, einen Strohhalm hineinstecken und die Flüssigkeit dann trinkt. Dann nimmt man keine Kokosmilch zu sich, sondern Kokoswasser.
  • Kokosmilch
    Kokosmilch erhält man nur dann, wenn man die Kokosnuss aufschlägt, das weiße Fruchtfleisch auskratzt, dieses mit warmem Wasser in einen Mixer gibt, alles gründlich vermixt und dann die Mischung auspresst.
  • Kokossahne
    Um Kokossahne zu bekommen, muss man die Kokosmilch einen Tag stehen lassen, so dass sich der Fettanteil der Kokosmilch irgendwann oben absetzt. Diesen muss man dann abschöpfen, um reine Kokossahne zu erhalten.
Kokosmilch - gesund oder unnötiger Kochtrend? Lange galt die Kokosmilch als schädigend für das Herz. Alles ein großer Irrtum! (#01)

Kokosmilch – gesund oder unnötiger Kochtrend? Lange galt die Kokosmilch als schädigend für das Herz. Alles ein großer Irrtum! (#01)

Kokosmilch: Gesund für Herz, Kreislauf und vieles mehr

Dass Kokosmilch gesund ist, gilt heute als weitestgehend selbstverständlich. Jahrzehntelang aber beschuldigte man die Kokosnuss und ihre Produkte wie die Kokosmilch und Kokossahne, aufgrund ihres hohen Gehaltes an gesättigten Fettsäuren Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu begünstigen. Klingt zunächst recht logisch, da gesättigte Fettsäuren ja den Cholesterinspiegel anheben.

Es stimmt tatsächlich: Das Fett der Kokosnuss hebt wirklich den Cholesterinspiegel, aber eben nur den HDL-Cholesterinspiegel, also das „gute“ Cholesterin. Tatsächlich scheint Kokosmilch gesund zu sein und auf viele Beschwerden und Erkrankungen positiv zu wirken.

  • Kokosmilch kann Herzinfarkte und Schlaganfälle vorbeugen
    Einen Hinweis, dass Kokosmilch gesund ist, liefern Völker aus tropischen Regionen, die ihren Fettbedarf fast ausschließlich über Kokosprodukte abdecken. Dort gelten Kokosmilch und Kokosöl seit vielen Jahrtausenden als wichtiges Grundnahrungsmittel. Und tatsächlich sind Herzinfarkte und Schlaganfälle diesen Völkern völlig fremd.
  • Kokosmilch wirkt gegen Demenz und Gedächtnisstörungen
    Ende der Achtziger Jahre führte der schwedische Wissenschaftler Lindeberg auf der Insel Kitava im Archipel der Trobriand-Inseln bei Papua-Neuguinea eine äußerst interessante Studie durch. Die Bewohner dieser Insel lebten zu einem großen Teil von naturbelassenen Lebensmittel, der Groh ihrer Nahrung bestand aus Produkten der Kokosnuss, also zum Beispiel aus Kokosöl, Kokosmilch oder Kokossahne.
    Insgesamt waren zum Zeitpunkt der Studie sechs Prozent der Bevölkerung von Kitava zwischen 60 und 95 Jahre alt. Interessanterweise zeigte keiner dieser älteren Bewohner Anzeichen für Demenz oder Gedächtnisprobleme. Auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle tauchten kaum auf. Im Grunde starben die Alten auf Kitava einfach irgendwann an hohem Alter. Dass Kokosmilch gesund ist, ist also nicht nur ein Mythos.
  • Kokosmilch, gesund und hilft beim Abnehmen
    Klingt erstmal komisch, denn immerhin ist Kokosmilch ja ziemlich fetthaltig. Je nach Verdünnung enthält sie zwischen 15 und 22 Prozent Fett, was im Vergleich zur Sahne aus Kuhmilch dann aber wieder erstaunlich wenig ist. Sahne lässt sich im Rahmen einer fettarmen Ernährung also ganz gut durch Kokosmilch ersetzten. Tatsächlich ist das Fett, das die Kokosmilch liefert, dazu noch besonders, denn es ist aus mittelkettigen Triglyceriden, auch MCT (Middle Chain Triglycerides) genannt, zusammengesetzt. Die besondere Eigenschaft der MCTs ist, dass sie im Körper schneller zu Energie verbrannt werden als andere Fettsäuren. Folge: Fette aus Kokosprodukten führen nicht so schnell zu den berüchtigten Fettpölsterchen.
  • Kokosmilch belebt die Schilddrüse
    Diese MCTs in der Kokosmilch und im Kokosöl sind nicht nur gut für das Abnehmen, sondern können auch die Arbeit der Schilddrüse positiv beeinflussen, da sie den Stoffwechsel ankurbeln. Mit ein bisschen Hilfe von Kokosmilch kann die Schilddrüse also wieder zum Leben erweckt werden und sogar die Symptome einer Unterfunktion bekämpfen.
  • Kokosmilch hat antibakterielle Eigenschaften
    Ein Bestandteil der Kokosmilch ist die antibakteriell wirksame Laurinsäure. Kokosöl und Kokosmilch bestehen sogar zu etwa 50 bis 55 Prozent aus eben dieser Säure. Und die hat eine wunderbare Fähigkeit: Sie hemmt das Keimwachstum. Das hat zur Folge, dass Lebensmittel, die mit Kokosöl zubereitet wurden, länger frisch bleiben als dieselben Produkte, die mit anderen Fetten zubereitet wurden. Kokosöl selbst bleibt bei Raumtemperatur bis zu einem Jahr frisch. Nicht nur die Haltbarkeit der Lebensmittel wird von der Laurinsäure positiv beeinflusst, auch der Köper profitiert von der antibakteriellen Wirkung. Dringt die Laurinsäure in die Zellwand von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren ein, sterben diese nämlich ab.
  • Kokosmilch hilft gegen Akne
    Kokosmilch – gesund und hilfreich bei Akne? Immerhin ist die Laurinsäure antibakteriell und der Auslöser für Akne sind nun mal Bakterien. Da die Laurinsäure den Verdauungsvorgang übersteht, tritt sie auch in den Blutkreislauf ein. Durch diesen gelangt sie in den Talg der Poren und kann dort lokal gegen das Akne-Bakterium wirken.
Tolle Nachrichte: Dass Kokosmilch gesund ist, ist also keine Märchen. Zudem schmeckt sie auch hervorragend. Besonders in Kombination mit frischen, tropischen, recht säurehaltigen Früchten wie Ananas, Mango oder Pfirsich.(#02)

Tolle Nachrichte: Dass Kokosmilch gesund ist, ist also keine Märchen. Zudem schmeckt sie auch hervorragend. Besonders in Kombination mit frischen, tropischen, recht säurehaltigen Früchten wie Ananas, Mango oder Pfirsich.(#02)

Kokosmilch: Gesund und lecker

Tolle Nachricht: Dass Kokosmilch gesund ist, ist also keine Märchen. Zudem schmeckt sie auch hervorragend. Besonders in Kombination mit frischen, tropischen, recht säurehaltigen Früchten wie Ananas, Mango oder Pfirsich. Und Früchtesmoothies und Desserts macht sie wunderbar cremig.

Aus der asiatischen Küche kennt man Kokosmilch vor allem in Verbindung mit herzhaften Fleischgerichten. Tatsächlich kommt sie im asiatischen Raum aber bei fast allen Speisen zum Einsatz. Ob Suppen, Saucen oder Gemüse- und Fleischgerichte – Kokosmilch ist eine allzeit präsente Zutat.

Auf die Qualität der Milch sollte man allerdings schon achten, den bei den Anbietern gibt es teilweise gravierende Qualitätsunterschiede. Grundsätzlich ist Bio-Kokosmilch natürlich die beste Wahl, da die Kokosnüsse für das Produkt nur dann ohne Chemikalien und in ökologischen Mischkulturen kultiviert wurden. Zudem besitzt Bio-Kokosmilch meist auch einen höheren Kokosanteil, was sie dickflüssiger und damit ergiebiger macht. Das wichtigsten ist aber, dass Bio-Kokosmilch keine Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Verdickungsmittel enthält.

Alternativ zur flüssigen Milch kann man auch zu Kokospulver greifen. Für einen leckeren Kokosdrink einfach zwei bis drei Messlöffel in ein Glas mit Wasser geben, vermengen und genießen. Ein weiterer Vorteil: Kokosmilch-Pulver erhält einen besonderen Ballaststoff, die Akazienfaser, die ebenfalls recht gesund ist. So wirkt sie sanft und beruhigend auf die Darmgesundheit. Selbst in Verbindung mit entzündlichen Darmerkrankungen wurde die positive Wirkung von Akazienfaser schon bestätigt.

Tomatensuppe mit Kokosmilch (#03)

Tomatensuppe mit Kokosmilch (#03)

Kokosmilch gesund: Zwei Rezeptideen

Kokosmilch: Gesund und lässt sich sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten verwenden. Die folgenden Rezepte sind nur zwei Beispiel dafür, wie die schmackhafte Milch in leckere Gerichte eingebunden werden kann.

1. Tomatensuppe mit Kokosmilch

Dieses Gericht ist für Veganer geeignet, ist zudem recht einfach und dazu noch schnell zubereitet. Man benötigt die folgenden Zutaten:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 650 g Tomaten, aus der Dose
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 320 ml Kokosmilch
  • 3 Teelöffel Koriander
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Zunächst eine kleine Zwiebel in etwas Olivenöl leicht angeschwitzt, dann die Tomaten aus der Dose, die Gemüsebrühe und die Kokosmilch dazugeben. Dazu kommen dann drei Löffel frische Korianderblätter, kleingehackt. Die ganze Mischung abschließend mit einem Stabmixer pürieren, um eine cremige Konsistenz zu erhalten. Dann mit etwas Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken und die Suppe etwa zehn Minuten bei niedriger Temperatur vor sich hin köcheln lassen.

Nutellakuchen mit Kokosmilch(#04)

Nutellakuchen mit Kokosmilch(#04)

2. Nutellakuchen mit Kokosmilch

Kokosmilch, gesund auch Verbindung mit Süßem?Ja, das geht. Wer Schokoriegel mit Kokosraspeln mag, wird diesen Kuchen lieben. Man benötigt die folgenden Zutaten:

  • 200 g Margarine
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 200 ml Kokosmilch
  • 375 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150 g Nutella
  • Kokosraspeln

Als erstes die Margarine, den Zucker und das Päckchen Vanillezucker miteinander mit einem Handmixer vermengen. Dann die vier Eier trennen und das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Die Eidotter unter die Zucker-Margarine-Mischung geben und dann die Kokosmilch hinzufügen. Anschließend das Mehl und das Backpulver mixen und vorsichtig unter den Teig mengen.

Nun den Eischnee unterheben, dann den Teig halbieren. Die eine Hälfte in eine gut gefettete Kastenform befördern, die andere Hälfte mit dem Nutella verrühren. Anschließend den dunklen Teig zu dem hellen in die Form geben und mit Hilfe einer Gabel ein Muster ziehen. Nun den Kuchen für eine Stunde bei 150 Grad im vorgeheizten Umluft-Backofen auf der mittleren Schiene backen. Den noch heißen Kuchen mit Kokosraspeln verzieren.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Elena Veselova  -#01:  Alexander Prokopenko-#02: kosmos111 -#03: Martin Rettenberger  .#04: Orofinto

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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