Putzplan: Für die erste Wohnung, Berufstätige und Familien

Mal ganz ehrlich: Wer könnte schon auf Sauberkeit in Haus und Wohnung verzichten? Selbst wenn es durch kleine Kinder häufig unordentlich ist – dreckig darf der Haushalt in keinem Fall sein. Auch wenn Ordnung und Sauberkeit Hand in Hand gehen, so werden Familien mit Kindern doch den größeren Wert auf Sauberkeit legen, andere wiederum möchten eben beides haben. Mit einem Putzplan ist es möglich, alle Haushaltsarbeiten zu erledigen und dennoch nicht den Überblick zu verlieren.

Putzplan erstellen

Um einen Putzplan erstellen zu können, ist es erst einmal wichtig, zu wissen, was wann und wie oft gereinigt werden muss. Niemand muss zum Beispiel wöchentlich die Fenster putzen, Staubwischen und –saugen sollten aber schon mindestens einmal pro Woche auf dem Plan stehen. Zu den gängigen Reinigungsaufgaben zählen auch das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine, das Aufräumen, das Bodenwischen und das Herausbringen des Mülls. Gerade diejenigen, die das erste Mal eine eigene Wohnung beziehen, sind angesichts der Menge an Putzaufgaben oft heillos überfordert. Früher hat das die Mama erledigt und nun? Jetzt wird erst einmal erkannt, was alles zu einer ordentlichen und sauberen Wohnung gehört, wie groß der Aufwand dafür ist.

Eine Putzfrau muss her! Nur leider kann sich die nicht jeder leisten, viele Menschen wollen das Putzen auch gar nicht in fremde Hände legen. Nun heißt es also, sich einen Überblick über die anfallenden Arbeiten zu machen und einen Putzplan erstellen. Dieser kann nicht bei jedem Menschen bzw. Haushalt gleich aussehen, denn die Aufgaben variieren je nachdem, wie viele Menschen in der Wohnung leben, ob Kinder und Haustiere vorhanden sind und ob überhaupt regelmäßig jemand zu Hause ist. Daher kann der folgende Putzplan nur beispielhaft gelten und muss je nach Bedarf angepasst werden.

 

 

Der tägliche Putzplan muss natürlich ebenfalls angepasst werden, denn nicht jeder hat morgens nach dem Frühstück die Zeit, erst einmal die Spülmaschine einzuräumen. Dann müssen viele Arbeiten eben am Abend erledigt werden, was nicht weiter schlimm ist. (#01)

Der tägliche Putzplan muss natürlich ebenfalls angepasst werden, denn nicht jeder hat morgens nach dem Frühstück die Zeit, erst einmal die Spülmaschine einzuräumen. Dann müssen viele Arbeiten eben am Abend erledigt werden, was nicht weiter schlimm ist. (#01)

Täglicher Putzplan

Der tägliche Putzplan muss natürlich ebenfalls angepasst werden, denn nicht jeder hat morgens nach dem Frühstück die Zeit, erst einmal die Spülmaschine einzuräumen. Dann müssen viele Arbeiten eben am Abend erledigt werden, was nicht weiter schlimm ist. Täglich müssen nun also folgende Reinigungsleistungen bewältigt werden:

  • Geschirr vom Tisch und in die Spülmaschine räumen
  • Ausräumen der Spülmaschine
  • Fegen bzw. Staubsaugen der stark frequentierten Bereiche
  • Aufräumen
  • Näpfe von Haustieren reinigen
  • ggf. Waschbecken reinigen

Gerade das tägliche Aufräumen entfällt in der Regel, wenn keine Kinder vorhanden sind. Wer nach der Arbeit nach Hause kommt und sich erschöpft in den nächstbesten Sessel fallen lässt, kann kaum Unordnung anrichten. Wer auswärts gegessen hat, wird auch die Spülmaschine nicht täglich gefüllt bekommen.

Wenn weder Kinder noch Haustiere im Haus leben und die Erwachsenen quasi nur zum Schlafen nach Hause kommen, fallen kaum tägliche Putzarbeiten an. Ein Student aber, der sich selbst sein Essen kocht und das erste Mal eine eigene Wohnung oder ein Zimmer in der WG bewohnt, wird mit einigen Aufgaben mehr konfrontiert.

 

Wöchentlich fallen größere Reinigungsarbeiten an. So müssen Bad und Küche sauber gemacht werden, auch das Staubwischen in den Wohnräumen sollte einmal in der Woche erledigt werden. Die folgende Liste erhebt allerdings keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit der Aufgaben. (#02)

Wöchentlich fallen größere Reinigungsarbeiten an. So müssen Bad und Küche sauber gemacht werden, auch das Staubwischen in den Wohnräumen sollte einmal in der Woche erledigt werden. Die folgende Liste erhebt allerdings keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit der Aufgaben. (#02)

Wöchentlicher Putzplan

Wöchentlich fallen größere Reinigungsarbeiten an. So müssen Bad und Küche sauber gemacht werden, auch das Staubwischen in den Wohnräumen sollte einmal in der Woche erledigt werden. Die folgende Liste erhebt allerdings keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit der Aufgaben:

  • Staubwischen
  • Staubsaugen
  • Fußböden feucht wischen
  • Schrank- und Zimmertüren abwischen
  • Gründliches Aufräumen
  • Betten frisch beziehen
  • Bad komplett putzen
  • Kühlschrank vor dem erneuten Befüllen feucht auswischen
  • Wäsche waschen

Je nach Bewohner fallen natürlich auch hier wieder unterschiedliche Arbeiten an. Das Beziehen der Betten kann auch alle zwei Wochen erfolgen, wenn der darin Schlafende nicht stark schwitzt. Das Waschen der Wäsche muss nicht nur einmal pro Woche erfolgen – fällt sehr viel Schmutzwäsche an, kann es durchaus nötig werden, unter der Woche noch einmal einige Waschmaschinen zu waschen. Gerade in Familien mit Kindern ist meist gar nicht so viele Wäsche vorhanden, dass die Kleinen eine ganze Woche lang damit auskommen, ehe wieder gewaschen werden muss.

Um das Bad zu putzen, empfiehlt es sich, eine feste Reihenfolge einzuhalten. So ist es ratsam, zuerst die Ablagen und Türen abzuwischen, dann Dusche, Wanne und Waschbecken zu reinigen. Danach ist die Toilette dran, die natürlich mit einem extra dafür vorgesehenen Tuch gereinigt wird. Zum Abschluss werden Spiegel und Hochglanzflächen gereinigt, dann ist noch der Fußboden dran.

 

Wenigstens einmal im Monat sollte eine wirkliche Grundreinigung der Wohnung vorgenommen werden. Der Putzplan ist dann recht umfassend und sieht neben der normalen wöchentlichen Reinigung auch das Abwischen der Scheuerleisten vor. (#03)

Wenigstens einmal im Monat sollte eine wirkliche Grundreinigung der Wohnung vorgenommen werden. Der Putzplan ist dann recht umfassend und sieht neben der normalen wöchentlichen Reinigung auch das Abwischen der Scheuerleisten vor. (#03)

Monatlicher Putzplan

Welche Arbeiten einmal im Monat anfallen, ist individuell verschieden. Manch einer putzt alle vier Wochen die Fenster und wäscht die Gardinen, andere wiederum erledigen diese Arbeiten gern im Rahmen des Frühjahrsputzes – einmal im Jahr also. Das Idealmaß liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen und ist abhängig vom persönlichen Wunsch nach klaren Scheiben und nicht zuletzt von der vorhandenen Zeit. Gerade diese fehlt nämlich oft und so werden Fensterputzarbeiten gern einfach verschoben.

Wenigstens einmal im Monat sollte eine wirkliche Grundreinigung der Wohnung vorgenommen werden. Der Putzplan ist dann recht umfassend und sieht neben der normalen wöchentlichen Reinigung auch das Abwischen der Scheuerleisten vor. Es wird nach Spinnweben geforscht, das Reinigen der Fußböden erfolgt besonders gründlich. Diese monatliche Grundreinigung ist meist mit einer kleinen Aufräumorgie verbunden, denn damit es möglich ist, überall zu putzen, müssen Stühle und Krimskrams vom Fußboden entfernt werden.

Einmal jährlich stehen zahlreiche Aufgaben an, die recht zeitaufwendig sind. Hinter der Couch kann geputzt werden, die Heizkörper werden gesäubert und große Vorhänge von den Fenstern genommen.

Spannend ist außerdem, den Putzplan verschiedener Haushalte zu vergleichen. Welche Tätigkeiten sind ähnlich, welche verschieden? Wer macht was zu welcher Zeit? (#04)

Spannend ist außerdem, den Putzplan verschiedener Haushalte zu vergleichen. Welche Tätigkeiten sind ähnlich, welche verschieden? Wer macht was zu welcher Zeit? (#04)

Warum einen Putzplan erstellen?

Solch ein Putzplan mutet doch recht theoretisch an, daher sollte sich jeder seinen eigenen Plan erstellen und diesen nach den Praxiserfahrungen anpassen. Das heißt, dass das, was sich als nicht nötig oder umgekehrt nicht ausreichend herausgestellt hat, gestrichen oder noch dazugenommen wird.

Mit einem Putzplan ist es möglich, sich erst einmal einen Überblick über die anfallenden Tätigkeiten zu verschaffen. Neulinge im Putzen – also diejenigen, die das erste Mal eine eigene Wohnung besitzen – können damit sichergehen, dass sie nichts vergessen. Nach und nach schleicht sich eine gewisse Routine ein und gerade bei den täglichen Aufgaben ist es sicher schon bald nicht mehr nötig, überhaupt im Putzplan nachzusehen.

Die meisten Arbeiten, die täglich zu erledigen sind, verstehen sich von selbst. Wer beim Fernsehen mit den Chips gekrümelt hat, saugt diese natürlich weg. Wer Haustiere und damit kleine Fellmonster hat, saugt ebenfalls täglich Staub, ansonsten sieht die eigene Kleidung auch ganz schnell aus wie aus Angora-Wolle gefertigt.

Der Putzplan muss nicht derart detailliert aufgestellt werden, dass jede Kleinigkeit aufgenommen wird. Wer die Spülmaschine ausräumt, stellt die Teller automatisch in den Schrank. „Ausräumen der Spülmaschine und Einräumen in den Schrank“ ist zu lang und muss so nicht erfasst werden. Interessanter ist ein Putzplan eher bei den monatlichen und jährlichen Aufgaben, wobei Letztere eher Instandhaltungsarbeiten als wirkliche Reinigungsleistungen sind.

Spannend ist außerdem, den Putzplan verschiedener Haushalte zu vergleichen. Welche Tätigkeiten sind ähnlich, welche verschieden? Wer macht was zu welcher Zeit? Es kann auch sinnvoll sein, einige Putzaufgaben anders zu legen und den Putzplan neu zu strukturieren. So findet jeder am besten heraus, was sich wann am besten erledigen lässt, was einen Sinn ergibt und welche Arbeiten an dem gewählten Tag vielleicht völlig unnötig sind.

Wer weiß, dass er am nächsten Tag zum Sport geht und völlig verschwitzt und mit nassen Sachen nach Hause kommt, kann das Wäschewaschen gleich auf den Tag darauf verschieben. Wer seinen Hund baden will, wird nicht an dem Tag davor das Bad sauber machen – nur, weil der Kalender sagt, dass es eben Samstag ist. Ein Putzplan kann ein Anhangspunkt sein, sollte aber nie als Dogma gesehen werden.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Budimir Jevtic-#01:  zza11-#02: Rawpixel.com-#03:   Africa Studio-#04: Picture-Factory

 

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Leave A Reply