Gartenarbeiten „Frühjahr“: Die 11 Tipps in unserer Checkliste denken einfach an alles

Jetzt beginnen die Gartenarbeiten: Das Frühjahr muss dazu genutzt werden, den Garten auf den kommenden Sommer vorzubereiten. Kräuter, Gemüse und Stauden werden gepflanzt, der Rasen das erste Mal im Jahr gepflegt. Und bitte die Bienen nicht vergessen!

Checkliste für Gartenarbeiten im Frühjahr: Damit keine Arbeit vergessen wird

Der Start in die Gartensaison beginnt Ende Februar bis Anfang März, wenn der letzte Schnee verschwunden ist. Die nun anstehenden Gartenarbeiten umfassen die Vorbereitung des Bodens, die ersten Anpflanzungen und die Pflege des Rasens sowie einige weitere Tätigkeiten.

Damit im Frühjahr keine Gartenarbeit vergessen wird, hilft diese Checkliste:

  • Gartenwerkzeuge vorbereiten

    Eigentlich ist es keine Aufgabe, die im Frühjahr zu erledigen ist, doch manchmal wird im Herbst einfach vergessen: nämlich das Werkzeug wieder in Ordnung zu bringen. Diese vorbereitende Gartenarbeit steht nun an und muss erledigt werden, ehe sich der Hobbygärtner um die neuen Pflanzen, um Bäume und Sträucher kümmern kann.

    • Spaten, Scheren, Harken und Hacken
      werden gereinigt und geölt,
    • Scheren und Sicheln
      eventuell geschärft. Nicht vergessen:
    • Die Wasseranschlüsse im Garten müssen geprüft werden! Angeraten ist dabei das Durchspülen der Anschlüsse, wobei sich auch zeigt, ob der Frost Schäden hinterlassen hat.
  • Boden vorbereiten

    Der Boden ist im Frühjahr sehr hungrig und braucht Kompost, damit die Pflanzen dann gut wachsen können. Zuerst muss er aber von Mulch und Laub befreit werden, dann kann die Bearbeitung beginnen. Wurde der Boden im Herbst nicht umgegraben, steht diese Gartenarbeit nun im Frühjahr an. Danach muss er etwas ruhen und kann dann bestellt werden. Alle zwei bis drei Jahre sollte ein wenig Kalk aufgebracht werden, damit sich der durch den Regen sauer gewordene Boden verbessert.

    Video: Beet/Boden umgraben oder nicht? | Bodenkunde, Humus & Düngung

  • Obstbäume schneiden

    Obstbäume werden geschnitten, ehe sie mit dem Blattaustrieb beginnen. Dies gilt aber nur für die Bäume, die nicht direkt nach der Frucht geschnitten werden, wie es zum Beispiel bei Kirschbäumen der Fall ist. Außerdem können neue Obstbäume gepflanzt werden. Im späten Frühjahr und Sommer ist nur ein Formschnitt erlaubt, denn dann brüten Vögel in den Bäumen und dürfen nicht gestört werden.

  • Aussaat von Gemüse

    Die meiste Gartenarbeit dreht sich um das Gemüse auf den Beeten. Dieses kann nun im Frühjahr ausgepflanzt werden, wenn bereits junge Pflänzchen im Gewächshaus oder im Haus vorgezogen wurden. Wichtig ist ein anfänglicher Frostschutz in der Nacht, denn häufig treten noch bis in den April hinein teils strenge Nachtfröste auf.

    Die nun anstehenden Gartenarbeiten umfassen die Vorbereitung des Bodens, die ersten Anpflanzungen und die Pflege des Rasens sowie einige weitere Tätigkeiten. ( Foto: Shutterstock-Yuganov Konstantin )

    Angesät werden nun:

    • Möhren,
    • Kohlrabi,
    • Radieschen,
    • Kresse und
    • Kopfsalat, später kommen dann
    • Paprika,
    • Porree,
    • Kohl,
    • Spargel,
    • Kartoffeln und
    • Spinat dazu.
  • Kräuter setzen

    Auch Kräuter werden jetzt gesetzt, wobei es vor allem die frostharten Kräuter sind, die ins Freie dürfen. Petersilie, Bohnenkraut und Dill können gesät werden. Frostempfindliche Kräuter wie Oregano oder Basilikum müssen noch warten oder dürfen nun im Gewächshaus bzw. unter Pflanzhütchen ausgesetzt werden.

  • Rasenpflege im Frühjahr ( Video )

    Natürlich gehört auch der Rasen auf die Checkliste und zu den Aufgaben für Hobbygärtner im Frühjahr. Er sollte im März vertikutiert werden, damit Moos, Laub und totes Material entfernt werden und das Gras wieder Luft bekommt.

    Danach wird er auf vier bis fünf Zentimeter gemäht und eventuell nachgesät, wenn das Gras nicht mehr dicht genug ist. Ist der Boden eher lehmig und schwer, sollte er gesandet werden. Eine Düngung mit Hornspänen oder Hornmehl ist zu empfehlen und liefert dem Gras für die kommende Wachstumszeit alle nötigen Nährstoffe.

    Video: 6 Schritte zum perfekten Rasen im Frühling

  • Blumen düngen

    Damit auch die Bienen etwas zu essen haben, müssen die Frühblüher im Frühjahr gedüngt werden. Sie brauchen einen Nährstoffnachschub, damit sie auch im kommenden Jahr noch schön blühen. Narzissen, Tulpen und Hyazinthen werden nun mit einem speziellen Kalkdünger behandelt, der exakt auf die Bedürfnisse der Zwiebelpflanzen ausgerichtet ist. Sollen es im nächsten Jahr mehr Frühblüher werden, können diese nach der Blüte aus der Erde genommen, die Zwiebeln getrennt und neu eingesetzt werden.

  • Winterpflanzen umziehen lassen

    Zu den wichtigen Gartenarbeiten im Frühjahr zählt auch, die Winterpflanzen umziehen zu lassen. Gab es zum Beispiel zum Neujahr den üblichen Glücksklee, kann dieser nun nach draußen ziehen. Er sollte aber im Topf verbleiben, sodass er im nächsten Winter wieder nach drinnen geholt werden kann. Auch Christrosen ziehen jetzt nach draußen, müssen aber langsam akklimatisiert werden.

    Ansonsten ist der Temperaturunterschied zu groß. Im Garten sollte die Christrose in den mit viel Humus vorbereiteten Boden gesetzt werden und am besten im Halbschatten stehen.

    Natürlich gehört die Rasenpflege auch auf die Liste der Gartenarbeiten im Frühjahr ( Foto: Shutterstock-Evgeniya Moroz )
  • Rosenrückschnitt nicht vergessen

    Eine Gartenarbeit, die auch während des Sommers anfällt, nimmt nun ihren Beginn. Das Rückschneiden der Rosen ist fällig, damit sie im Sommer mit herrlichen Blüten verzaubern. Wichtig ist, dass die Schere ausreichend scharf ist und dass damit sehr glatte Schnittstellen erreicht werden können. Rund fünf Millimeter oberhalb eines „Auges“ (nach außen zeigende Knospe) erfolgt der schräge Schnitt. Nicht zu vorsichtig kürzen, denn ein radikaler Schnitt hilft angeschlagenen Rosen oft, wieder kräftiger zu treiben und buschig zu wachsen.

  • Bienenwiese anlegen

    Auch die Kinder können sich bei der Gartenarbeit betätigen und dabei gleich einiges über die Zusammenhänge in der Natur lernen. Daher: Bitte Aufgabe für Kinder auch an die Bienen denken und eine Bienenweide anlegen!

    Das ist eine Wiese, auf der von Bienen und anderen Insekten heiß geliebte Blüten zu finden sind. Hier wird nicht gemäht und das Gras sowie die Blumen dürfen ungehindert wachsen. Eine Wildblumenwiese, auf der es sich herrlich Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und weitere nützliche Tierchen beobachten lässt!

    Eine Gartenarbeit, die auch während des Sommers anfällt, nimmt nun ihren Beginn. Das Rückschneiden der Rosen ist fällig, damit sie im Sommer mit herrlichen Blüten verzaubern. ( Foto: Shutterstock-_Mariia Boiko )
  • Gartenhaus fit machen

    Nicht nur die Pflege für die Gartenpflanzen ist im Frühjahr wichtig, auch das Gartenhaus sollte genügend Beachtung bekommen.

    Es fasst alle Geräte, die für Gartenarbeiten nötig sind, und ist daher meist entsprechend verschmutzt. Außerdem ist es dauerhaft der Witterung ausgesetzt und sollte daher auf Beschädigungen überprüft und neu gestrichen werden.

Häufig gestellte Fragen zu Frühjahrs-Gartenarbeiten ( Video)

Welche Gartenarbeiten im Frühjahr?

Im Frühjahr wird der Boden im Garten vorbereitet, außerdem können die ersten Gemüsepflanzen gesetzt werden. Sträucher und Hecken sowie Obstbäume werden zurückgeschnitten und gedüngt. Der Rasen wird vertikutiert und mit Hornspänen gedüngt. Zu große Stauden müssen geteilt werden. Die ersten Kräuter werden gepflanzt, die Insektenwiese kann angelegt werden.

Video: Frühling im Garten: Profi-Tipps für eine Blüten-Pracht

Wann sollte man mit der Gartenarbeit beginnen?

Sobald der letzte Schnee weggetaut ist, kann die Gartenarbeit beginnen. Meist wird das Ende Februar/Anfang März der Fall sein. Spätestens Mitte März sollten die Gartenarbeiten starten.

Was kann man jetzt im März pflanzen?

Im März können die ersten Gemüsesorten wie:

  • Feldsalat,
  • Mangold,
  • Möhren,
  • Radieschen,
  • Rettich,
  • Spinat und
  • Mairüben

gepflanzt werden. Auch verschiedene Blumen wie Akelei, Grasnelke und Veilchen können neu gepflanzt werden, damit sie im nächsten Jahr erstmals blühen.

Im Frühjahr wird der Boden im Garten vorbereitet, außerdem können die ersten Gemüsepflanzen gesetzt werden. ( Foto: Shutterstock-oshua Resnick  )

Im Frühjahr wird der Boden im Garten vorbereitet, außerdem können die ersten Gemüsepflanzen gesetzt werden. ( Foto: Shutterstock-oshua Resnick )

Was für Blumen kann ich im März pflanzen?

Verschiedene Blumen können im März gepflanzt werden, darunter:

  • die Primel,
  • der Goldstern,
  • das Adonisröschen,
  • das Lungenkraut,
  • der Lerchensporn,
  • die Küchenschelle und
  • das Stiefmütterchen.

Wichtig ist, dass es frostfrei ist.

Was für Gemüse kann man im März pflanzen?

Im März kommen frühe Gemüsesorten in den Boden wie:

  • Feldsalat,
  • Blattsalat,
  • Spinat,
  • Möhren,
  • Mairübchen und
  • Radieschen sowie
  • Kohlrabi und
  • Rettich

können gepflanzt werden.

Leckeres Biogemüse aus dem eigenen Garten. ( Foto: Shutterstock-stockphoto mania )

Leckeres Biogemüse aus dem eigenen Garten. ( Foto: Shutterstock-stockphoto mania )

Wie teuer sind Gartenarbeiten?

Die Preise für Gartenarbeiten variieren zwischen 30 und 50 Euro pro Stunde. Beim Rasenmähen wird meist ein Quadratmeterpreis von bis zu 50 Cent angesetzt, bei Berechnung eines Stundenlohns fällt der Mindestlohn an.

Beispiel:

  • Anfahrt des Gartenbauers: 35 Euro
  • Rasenmähen und vertikutieren für 250 m � Fläche: 375 Euro
  • Heckenschnitt als Pflegeschnitt: ab 70 Euro
  • Pauschale für die Entsorgung der Grünabfälle: ab 40 EUR

Was zahlt man für Gartenarbeit?

Gartenarbeit wird nach zu leistenden Tätigkeiten bezahlt und so werden entweder Quadratmeter- oder Stundenpreise angesetzt. Letztere liegen bei bis zu 50 Euro. Relevant ist außerdem, ob es sich um einen ausgebildeten Gärtner oder um eine Hilfskraft handelt, die meist nur mit dem Mindeststundenlohn bezahlt wird.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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