Äpfel einkochen: Rezepte für Kompott & Chutney

Herbst ist Erntezeit! Egal, ob Sie nun selbst einen Apfelbaum im Garten haben oder vom sprichwörtlichen Fallobst in der freien Natur profitieren – Äpfel bieten tolle Möglichkeiten der Verarbeitung. Dabei ist es absolut empfehlenswert, die Äpfel sowohl süß als auch salzig einzukochen. Leckere Inspirationen und Rezepte für die Verarbeitung von Äpfeln finden Sie hier.

Die Äpfel und die Gläser richtig vorbereiten

Auch so kann man Obst zu sich nehmen: Apfel essen und einen Obstler dazu.

Auch so kann man Obst zu sich nehmen: Apfel essen und einen Obstler dazu. (#03)

Bevor die Äpfel zu Kompott oder Chutney verarbeitet werden können, müssen sie zunächst vorbereitet werden. Es empfiehlt sich, die Äpfel gut zu waschen und anschließend sorgfältig zu schälen. Ist dies geschehen, können die Äpfel geviertelt oder geachtelt werden – das kommt ein wenig auf die Größe der Äpfel an – und vom Kernhaus befreit werden.

Am einfachsten geht das mit einem ganz normalen Obstmesser. Wer Hilfe beim Schälen braucht, der kann auch zu einem Kartoffelschäler greifen – es gilt, die Arbeit so weit wie möglich zu vereinfachen. Damit die Äpfel nach dem Schälen nicht braun werden, hilft die Anwendung eines kleinen Tricks: Eine Schüssel mit Wasser und dem Saft einer halben Zitrone ist eine tolle Möglichkeit, um das Obst zuverlässig vor braunen Stellen zu schützen. Sind die Äpfel dann fertig und liegen im Wasserbad, können die Gläser vorbereitet werden.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Gläser werden eingekocht, dann können sowohl Schraub- als auch die traditionellen Einweckgläser verwendet werden. Beim Einkochen werden die Gläser entweder fest verschraubt oder mittels spezifischer Klammern fest auf den Gummiring gepresst und dann verschlossen. Die Gläser kommen dann in einen Topf und werden zwischen 30 und 60 Minuten bei 90 Grad gekocht.

Es gibt auch die Möglichkeit, Äpfel einzumachen.Dabei wird eine Apfelmasse hergestellt, die dann heiß in Schraubgläser gefüllt wird. Werden die Schraubgläser dann auf den Kopf gestellt, entweicht die Luft vollkommen und die Apfelmasse bleibt mehrere Monate lang problemlos haltbar. Beide Methoden haben ihre Stärken und Schwächen: Während das Einkochen aufwendiger ist, konserviert es sehr viel länger als das Einmachen, welches jedoch ohne großen Aufwand und einen Einkochtopf erfolgen kann.

Ob Einkochen oder Einmachen – die Gläser sollten in jedem Fall gut gereinigt sein. Damit wirklich alle Rückstände aus dem Glas entfernt werden, gilt es, die Gläser einmal auszukochen. Das heiße Wasser bereitet die Gläser einerseits auf die Hitzeeinwirkung vor und entfernt andererseits alle Rückstände zielsicher.

Nicht nur als Kompott kann man die Äpfel verarbeiten auch als Gelee oder Marmelade ein Genuss.

Nicht nur als Kompott kann man die Äpfel verarbeiten auch als Gelee oder Marmelade ein Genuss.(#01)

Süßes Apfelkompott herstellen

Alle, die Süßes lieben, werden bei diesem selbst gemachten Apfelkompott vollständig auf ihre Kosten kommen! Apfelkompott passt hervorragend zu Pfannkuchen und Kartoffelpuffer, kann aber auch in den Joghurt gerührt werden. Einige genießen Apfelkompott auch ohne alles als leckere Dessertvariation – Apfelkompott ist also ein Klassiker, der mit nur wenigen Zutaten selbst hergestellt werden kann:

  • 2,5 kg Äpfel
  • 250 g Zucker
  • 1 l Wasser

Die Äpfel sind bereits vorbereitet und liegen geschält im Wasserbad mit Zitrone. Nun können die Äpfel herausgenommen und in kleine Stückchen geschnitten werden. Zusammen mit dem Wasser und dem Zucker werden die Früchte dann in einen großen Topf gegeben und erhitzt. Das Ganze sollte zum Kochen gebracht werden. Je nach Sorte der Äpfel und Größe der Stückchen werden die Früchte dann sieben bis 15 Minuten gekocht. Sobald die Äpfel weich sind, kann der Topf von der Platte genommen werden. Mit einem Pürierstab werden die Äpfel dann zerkleinert und zu einem Mus verarbeitet. Dieses wird aufs Neue erhitzt – aber Achtung hierbei: Schnell bilden sich gemeine Blasen, die beim Platzen heißes Apfelkompott durch die Luft spritzen und auf diese Weise Verbrennungen hervorrufen könnten! Stetiges Rühren vermeidet diese Gefahr.

Wurde das Apfelkompott noch einmal richtig aufgeheizt, kann es in die vorbereiteten Schraubgläser bzw. Einkochgläser gefüllt werden. Wer sich für die Schraubglasvariante entscheidet, sollte schnellstmöglich den Deckel auf das Glas schrauben und die Gläser mit dem Kompott auf den Kopf drehen. So wird der letzte Teil der Luft aus dem Glas gepresst.

Variationen gibt es für Apfelkompott viele. Maßgeblich abhängig ist der Geschmack des Apfelkompotts von den verwendeten Gewürzen. Da die Gewürze während der Lagerzeit im Glas weiter ihr Aroma ausbreiten, ist es empfehlenswert, bereits ins Kompott gewisse Gewürze und Zutaten zu geben. Die Klassiker sind hierbei Zimt und Vanille. Doch auch ein Schuss Rotwein, Nelken oder Anis harmonisieren hervorragend mit dem Apfelkompott!

Wer Kalorien einsparen möchte, der kann das Apfelkompott auch komplett ohne Zucker zubereiten bzw. eine reduzierte Menge Zucker beigeben. Die Äpfel verfügen ohnehin schon über eine natürliche Süße aufgrund des in ihnen enthaltenen Fruchtzuckers und benötigen nicht zwangsläufig einen Zuckerzusatz.

Apfel-Zwiebel-Chutney : Lecker zu Fleisch zur Brotzeit, zu herzhaften Gerichten.

Apfel-Zwiebel-Chutney : Lecker zu Fleisch zur Brotzeit, zu herzhaften Gerichten. (#02)

Salziges Chutney selbst einkochen

Äpfel können nicht nur als Apfelmus bzw. Apfelkompott eingekocht werden. Eine leckere Variante, die mit den süßen und salzigen Elementen spielt, ist das pikante Chutney. Es wird ähnlich wie das Kompott hergestellt, setzt jedoch auf sauere Elemente wie Essig und pikante Gewürze wie Chili oder Ingwer. Für das herzhafte Chutney, was übrigens besonders gut zu Gegrilltem schmeckt, werden folgende Zutaten benötigt.

  • 2 kg Äpfel
  • 1,5 kg Gemüse nach Wahl (Zucchini, Karotte etc.
  • Essig nach Geschmack
  • 1 l Wasser
  • Salz, Pfeffer, nach Belieben Chili

Auch hier gilt es, die Äpfel entsprechend vorzubereiten und im Wasserbad mit Zitrone vor braunen Stellen zu schützen. Je nach Wahl können entweder Möhren und/oder Zucchini als Gemüseanteil mit in das Chutney gegeben werden. Hierbei sollte beachtet werden, dass das Gemüse ebenfalls gut gewaschen und frei von der Schale ist. Sowohl die Äpfel als auch das Gemüse wird in kleine Stücke geschnitten. Beim Kochen ist es nun wichtig, darauf zu achten, welche Zutat am längsten braucht, um weich zu werden. Tendenziell sind Möhren härter als Zucchini und Äpfel – aus diesem Grund sollten die Karotten ein wenig länger kochen als die anderen Zutaten. Es ist ebenfalls empfehlenswert, die Möhren kleiner zu schneiden – so werden sie schneller weich. Die Äpfel und das Gemüse werden mit dem Essig, dem Wasser sowie dem Chili gekocht. Nach 20 Minuten kann der Topf dann von der Platte genommen werden.

Wie beim Kompott auch gilt es, mittels eines Pürierstabes eine homogene Masse herzustellen. Diese wird abgeschmeckt und noch einmal aufgekocht – auch hier muss gerührt werden, um Blasenbildung zu vermeiden! Das leckere Chutney kann nun in sterilisierte Schraubgläser gefüllt werden. Nach dem Verschließen empfiehlt es sich, die Gläser wieder auf den Kopf zu stellen. Fertig ist das leckere Chutney!


Bildnachweis:©Vielfalt21-#01:IceCream&Coffee-#02:annabell2012-#03:fotoknips

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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